Klaus Brinkbäumers Insiderbericht aus Trumps Amerika
Die USA galten lange als Projektionsfläche für Freiheit, Aufstieg und Demokratie. Doch unter Donald Trump, so beschreibt es Klaus Brinkbäumer in seinem neuen Buch, ist aus dem amerikanischen Traum ein Albtraum geworden. Demokratische Regeln und Normen werden ausgehöhlt, Institutionen angegriffen, politische Gegner zu Feinden erklärt. In der Regierung sitzen Akteure, die mit Opfermythen und Überlegenheitsfantasien arbeiten – und sich vom Gedanken verabschiedet haben, dass in einer Demokratie auch Machtwechsel dazugehören.
Für sein neues Buch ist Klaus Brinkbäumer durch die USA gereist. Er hat mit MAGA-Anhängern, Journalisten und Wissenschaftlern gesprochen und zeichnet das Bild eines Landes in tiefer Krise. Seine Diagnose ist düster: So bedrohlich sei die Lage lange nicht gewesen.
An diesem Abend liest Klaus Brinkbäumer aus seinem Buch und spricht mit RUMS-Redaktionsleiter Ralf Heimann über die politische Lage in den USA, über den Umbau der amerikanischen Demokratie – und darüber, was diese Entwicklung auch für Europa bedeutet.
Klaus Brinkbäumer ist gebürtiger Münsteraner und in Hiltrup aufgewachsen. Er absolvierte sein Abitur am Kardinal-von-Galen-Gymnasium, studierte in München und in den USA. Nach einigen journalistischen Stationen, unter anderem beim „Berliner Kurier“ und beim „Focus“, arbeitete Klaus Brinkbäumer ab 1993 und später als Chefredakteur beim „Spiegel“. Er war USA-Korrespondent, schrieb zahlreiche Reportagen und Bücher über Amerika und produzierte gemeinsam mit Stephan Lamby den Dokumentarfilm „Im Wahn – Trump und die amerikanische Katastrophe“. Von Januar 2021 bis April 2024 war Brinkbäumer Programmdirektor des „MDR“. Heute arbeitet er als Autor, Moderator und Filmemacher. Gemeinsam mit Rieke Havertz moderiert er seit Jahren den Podcast „OK, America?“. Und: Klaus Brinkbäumer ist Mitgründer von RUMS.
Foto: Nike Schmidt