Sergey Kuznetsov über das Programm: “Sowohl die Gesänge der Frühe als auch die Davidsbündlertänze zählen meines Erachtens zu Schumanns kostbarsten Werken – sogar jenseits von Kreisleriana oder der Fantasie C-Dur. Hier werden die Emotionen so fein ausgearbeitet und die seelischen Bewegungen so überraschend pur dargestellt, dass diese Musik nicht mehr »um des Publikums willen« gespielt wird, sondern eher »um des Pianisten willen« – gewissermaßen eine Art musikalische Übung.”
Sergey Kuznetsov wurde am 18. Juli 1978 in Moskau geboren. Im Alter von 6 Jahren erhielt der aus einer Musikerfamilie stammende Sergey ersten Klavierunterricht bei Valentina Aristova an der Moskauer Gnessin-Spezialschule für Musik. Ab 1996 studierte er bei Prof. Mikhail Voskressensky am Konservatorium von Moskau, wo er 2001 seine Ausbildung mit Auszeichnung abschloss. In 2001-2005 absolvierte er in Wien ein Nachdiplomstudium bei Prof. Oleg Maisenberg an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, und in 2003-2005 auch ein Postgradualstudium am Moskauer Konservatorium bei Prof. Voskressensky.
Er gewann Preise bei verschiedenen internationalen Klavierwettbewerben; 1999 den 1. Preis beim A.M.A.-Wettbewerb in Kalabrien, 2000 gehörte er zu den Preisträgern beim Alicia de Larrocha Concours in Andorra. Im Sommer 2003 sprach ihm die Jury des 9. Concours Géza Anda in Zürich den 2. Preis zu. Mit der Interpretation von Prokofievs Klavierkonzert Nr. 3 in Begleitung des Tonhalle-Orchesters Zürich unter Theodor Guschlbauer verstand er das Zürcher Tonhalle-Publikum so zu begeistern, dass es ihm den Géza Anda-Publikumspreis vergab.
Als erfolgreicher Konzertpianist bereist Kuznetsov ganz Europa und darüber hinaus die großen internationalen Bühnen und Konzerthäuser unter anderem auch die Carnegie Hall in New York und veröffentlichte bereits mehrere CD und Tonproduktionen.
Seit 2006 bis 2022, unterrichtete Sergey Kuznetsov an dem Moskauer Konservatorium und seit 2024 ist er als Klavierprofessor an der Musikhochschule Münster tätig.
Programm:
Schumann: Gesänge der Frühe op. 133 - Davidsbündlertänze
Chopin: 24 Préludes op. 28