Die Tatsache, dass große Komponisten auch in kürzer gefassten Einzelstücken tiefsinnige, reife
oder auch einfach schönste Klaviermusik geschrieben haben, wird in diesem Klavierprogramm
erlebbar gemacht. Da ist zum Beispiel ein „Spätwerk“ eines 31-jährigen Mozarts, der in dem a-
Moll Rondo tiefsinnige und melancholische Einfälle in meisterlich gelungene Form fasst. Oder bei
Chopin, der auf geniale Weise in seiner „Berceuse“ aus einer 68 mal wiederholten Begleitfigur und
einer rund 16 mal wiederholten Melodie eines der schönsten Klavierstücke der Romantik schreibt.
Der Pianist Gregor Weichert wurde besonders von zwei Lehrerpersönlichkeiten wie Conrad Hansen und Alfred Cortot geprägt. 1975 wurde er zum Professor an die Musikhochschule Münster berufen. Neben seiner Konzert-und Kurstätigkeit erschienen mehr als zwanzig CDs, zwei davon wurden mit dem internationalen Grand Prix de Disque ausgezeichnet, für Aufnahmen von Liszt und Schubert.
Gregor Weichert ist Ehrenmitglied der deutschen Sektion EPTA (European piano teachers association) und hat etliche Essays über Mozart, Liszt sowie Fragen der Pianistik, Pädagogik und Interpretationen geschrieben.
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo a-Moll, Kv 511
Franz Schubert: 4 Impromptus op 90
PAUSE
Robert Schumann: Arabeske op.18
Frédéric Chopin: Berceuse op. 57
Franz Liszt: La Romanesca S252a/i(Lied aus dem 16. Jahrhundert)
Ernst Haberbier: Scherzo capriccioso op.50